Team-EM Tag 2: Carolina Krafzik gewinnt
  25.06.2023 •     WLV , Top-News WLV , Wettkampf , BLV , Top-News BLV , BLV-Wettkampf , BW-Leichtathletik , Top-Events , Top-News BW-Leichtathletik , Wettkampfsport , Leistungssport


Vom 23. bis zum 25. Juni geht es im polnischen Chorzów im Rahmen der European Games 2023 um die Frage: Welche Leichtathletik-Nation stellt das stärkste Team Europas? Hier lesen Sie von Disziplin zu Disziplin, wie sich die Baden-Württemberger:innen in der DLV-Auswahl im Wettstreit mit 15 weiteren Nationen in der höchsten Liga der Team-Europameisterschaft, der Division I, präsentieren.

FRAUEN

400 Meter Hürden | Carolina Krafzik | 1. Platz | 54,47 sec

Am Samstagnachmittag gab’s den zweiten Einzelsieg für die DLV-Mannschaft bei der Team-EM. Über 400 Meter Hürden setzte sich Carolina Krafzik (VfL Sindelfingen) mit neuer Saisonbestzeit von 54,47 Sekunden durch. Damit sicherte sie dem deutschen Team die Optimal-Punktzahl 16.

„Ich bin total happy und konnte endlich meinen Rhythmus durchziehen, auch noch in der zweiten Kurve. Nun ruhe ich mich aus. Denn morgen steht ja noch die 4x400-Meter-Staffel an“, sagte Carolina Krafzik. Ihre Bestzeit verpasste die 28-Jährige bei ihrem Sieg lediglich um 15 Hundertstelsekunden.

Hinter der Sindelfingerin blieben zwei weitere Läuferinnen unter der 55-Sekunden-Marke. Rang zwei ging an die Italienerin Ayomide Folorunso mit 54,79 Sekunden. Für die Niederlande ersetzte Cathelijn Peeters die Ausnahmeläuferin Femke Bol und sicherte dem Team mit 54,97 Sekunden als Dritte 14 Punkte.

4x100 Meter | Nippgen, Mayer, Wieland, Montag | 4. Platz | 43,24 sec

Die Team-Kapitänin Alexandra Burghardt (LG Gendorf Wacker Burghausen) blieb in der Staffel nur die Zuschauerrolle. Aufgrund von Rückenproblemen konnte die Staffel-Europameisterin nicht starten und konzentriert sich auf den Einzelstart über 200 Meter am Sonntag. So lautete die Besetzung in der letzten Frauen-Entscheidung am Samstag: Lisa Nippgen (MTG Mannheim), Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar), Louise Wieland (Hamburger SV) und Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen).

Am Ende landete das Quartett auf Platz vier mit 43,24 Sekunden. Die zuvor ins Ziel gelaufene Staffel Großbritanniens wurde aufgrund eines Wechselfehlers auf der Gegengeraden disqualifiziert. „Leider hat der letzte Wechsel nicht optimal geklappt“, sagte Louise Wieland. Die Deutsche Hallenmeisterin und Jennifer Montag brauchten mehrere Versuche, um den Stab zu übergeben, so ging schon aufgenommenes Tempo verloren.

An der Spitze überzeugten die Niederländerinnen. Das Quartett gewann souverän mit 42,61 Sekunden. Besonders 400-Meter-Spezialistin Lieke Klaver zeigte dabei auf Position zwei eine enorm starke Vorstellung. Dahinter folgten die Staffeln aus Polen (42,97 sec) und Spanien (43,13 sec).

 

MÄNNER

Weitsprung | Simon Batz | 11. Platz | 7,52 m |

Nach drei Versuchen war Schluss für Simon Batz. Der Deutsche Hallenmeister von der MTG Mannheim kam in ersten Versuch ohne Brett auf 7,52 Meter. Danach folgten ein ungültiger Sprung und 7,48 Metzer. Damit belegte er in der Gesamtwertung Rang elf. Zu einer Top-8-Platzierung und mindestens zwei weiteren Versuchen fehlten im elf Zentimeter.

Dass eine deutlich größere Weite möglich war, zeigte Simon Batz im zweiten – deutlich weiteren – Sprung. Doch dieser war leider ein paar Zentimeter übergetreten. „Das Ergebnis ist natürlich nicht wie gewünscht. Aber die Bedingungen waren nicht einfach mit den wechselnden Winden. Da hatten eigentlich alle Springer Probleme“, sagte Simon Batz.

An der Spitze entwickelte sich eine hochklassige Entscheidung im Bereich der Acht-Meter-Marke. Nach seiner Niederlage zuletzt bei der Diamond League in Oslo hatte diesmal Miltiadis Tentoglou das bessere Ende für sich. Der Olympiasieger aus Griechenland sicherte seinem Team mit europäischer Jahresbestweite von 8,34 Metern die Maximalpunktzahl. Dahinter kam Italiens Top-Talent Mattia Furlani auf 7,97 Meter. Oslo-Sieger und Zehnkampf-Spezialist Simon Ehammer (Schweiz) wurde mit 7,95 Metern Dritter. Die Top-Weite erzielte Miltiadis Tentoglou im letzten Sprung. Schon zuvor hatte er mit 8,08 Metern als Sieger festgestanden.

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